Workshop Catalogue

Liebe Veranstalter, Liebe Interessenten,
Hiermit biete ich Ihnen eine Übersicht über die verschiedenen Workshops, die Sie bei mir buchen können. Wenn Sie mehr Informationen zu den einzelnen Tänzen und Themen wünschen, stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Außerdem besteht die Möglichkeit, über einen Workshop hinaus auch einen Auftritt mit oder ohne Live-Musik zu buchen. Einen Auftritt ist immer eine gute Einstimmung auf die Workshoparbeit und erlaubt einen Blick in unbekannte Tanzstile und ihre Hintergründe. Auf Anfrage schicke ich Ihnen gerne meine Broschüre zu.

Die Workshopthemen sind mehr oder weniger geographisch geordnet, von Westen nach Osten. Falls Sie ein besonderes Wunschthema haben, wenden Sie sich bitte an mich.

Sheikhat, die professionelle Tänzerinnen Marokkos

Sheikhat ist die weibliche Mehrzahl von Sheikh oder "weiser, ehrwürdiger Mann". Aber in diesem Fall ist nicht akademisches Wissen, sondern das Wissen vom Umgang zwischen Männern und Frauen und vor allem von den Pflichten der Hochzeitsnacht gemeint. Die Sheikhat sind die professionellen Sängerinnen/Tänzerinnen Marokkos. Sie unterhalten die Gäste bei Hochzeiten, Beschneidungen und anderen Festlichkeiten. Ein besonders aufregender Tanz ist der in ganz Marokko bekannte Danse du Plateau. Helene veranstaltet seit über acht Jahren Tanz- und Kulturstudienreisen nach Marokko und hat reichlich Gelegenheit gehabt, dort verschiedene Tanztraditionen zu studieren.

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Tänze der Berber in Marokko

In diesem Workshop werden wir zwei verschieden Stile kennen lernen:

Guedra ist ein Trance-Tanz, der aus der südmarokkanischen Stadt Goulimine und aus der Westsahara stammt.

Tänze der Raissat: Die Raissat sind die professionellen Sängerinnen und Tänzerinnen der Berber. Dieser Tanz ist von den Raissat der Schlöh (Berberstamm aus Südmarokko) aus der Umgebung von Agadir und Tiznit.

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Marokkanische Tänze und Musik
-- mit Abdelrhani Krija, Percussionist

Ob arabisch oder Berber, ob in den Zelten der Nomaden, auf den Dorfplätzen der Bauern, oder in den gefliesten stilisierten Gärten der Städte -- die musische Künste Marokkos sind auch heute noch der Herzschlag der dort lebenden Menschen. In diesem Workshop wollen Helene und Rhani Euch einen Eindruck von der Vielfalt der marokkanischen Tanz- und Musiktraditionen vermitteln. Besonderes Gewicht liegt bei dem Städtischen Stil der Sheikhat. Die Sheikhat sind die professionellen Tänzerinnen Marokkos, die auf Hochzeiten und anderen Festlichkeiten auftreten.

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Tänze der Nailiyat von Algerien

Die Nailiyat oder die Frauen des Stamms der Ouled Nail aus der Umgebung der algerischen Oasen-Städten Bou Saada und Biskra verdienten früher ihre Aussteuer, indem sie in Karavanen-Knotepunkten tanzten und Prostitution betrieben, um dann zu ihren Stamm zurückzukehren und zu heiraten. Es werden Überreste von einem Venus-Kult darin vermutet. Sie waren bei den französischen Legionäre besonders beliebt, die diese Tänze Danse du Ventre nannten (später unser "Bauchtanz"). In dem heute von Terror geprägten politischen Klima Algeriens scheinen diese Traditionen völlig ausgestorben zu sein. Helenes Lehrerin Aisha Ali aber hat Feldforschungen in Algerien in den späteren Achtzigern betrieben und Helene dieses Wissen vermittelt. Die Teilnehmerinnen sollten ein Tuch (ca. 80cm x 80cm) mit sich bringen.

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Tunesische Tänze

Die Besonderheit des tunesischen Tanzes zeigt sich in verschieden Spielarten einer horizontalen Vor- und Rückbewegung der Hüfte, die an den Twist erinnert, der in den 60er Jahren bei uns populär war. Das Kostüm der Tänzerinnen besteht aus einer Melia, einer Art Wickelgewand, welches von zwei silbernen Fibeln (die Urahnen der Sicherheitsnadel) gehalten wird. Die Melia zählt zu der einfachsten Art von Bekleidung, bei der gerade Stoffbahnen ohne Schnitte und naht um den Körper drapiert werden, wie bei der römischen Toga, beim indischen Sari oder dem indonesischen Sarong. Als besondere Herausforderung balancieren die Tänzerinnen oft irdene Krüge auf dem Kopf, während sie komplizierte rhythmische Bewegungen mit der Hüfte ausführen. Die Teilnehmerinnen können ein Gefäß zum balancieren mitbringen, wir werden jedoch erstmal ohne arbeiten.

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Tänzen der Ghawasi aus Oberägypten

Ghawasi bedeutet "Eroberer" und bezeichnet die traditionellsten Tänzerinnen Ägyptens, aber in diesem Fall sind es die Herzen der Männer, die erobert werden sollen. Die Ghawasi gehören dem Zigeunerstamm der Nawar an, die auch in Syrien und dem Libanon leben. Die Frauen der Nawar waren Tänzerinnen und Kurtisanen, während die Männer als Musiker und Manager fungierten. Früher waren Ghawasi überall in Ägypten anzutreffen, aber in den 30er Jahren des 19ten Jahrhunderts wurden sie von Mohammed Ali aus Kairo nach Oberägypten verbannt. Da trafen viele Reisende des 19ten Jahrhunderts die Ghawasi und waren von ihnen fasziniert, wie z. B. Flaubert, der seine Geliebte Kutschuk Hanem in Voyage en Orient verewigte. Als die Ghawasi 1893 auf der Chicago World's Fair auftraten, lösten sie ein orientalisches Tanzfieber aus, das bis heute noch Wellen schlägt. Heute sind ihre Künste wegen fundamentalistischen Drucks vom Aussterben bedroht. Im Workshop werden wir über der Entwicklung des Ghawasi-Kostüms sowie des Bauchtanzkostüms lernen. Zur Tanz der Ghawasi gehört auch das Spielen der Fingerzimbeln Sagat. Die Teilnehmerinnen sollten Fingerzimbeln mitbringen, falls vorhanden.

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Baladi, städtische Folklore aus Ägypten

Baladi bedeutet "vom Lande" und kennzeichnet auf den Tanz bezogen einen städtischen Tanzstil mit "ursprünglichem" oder "ländlichem" Charakter. Die Musik des Baladi wird heute von Vierteltonakkordeon, Saxophon, Keyboard und sogar Trompete gespielt. Traditionellerweise ist der Baladi ein Solotanz. Helene möchte in ihrer Gruppenchoreographie ein Gefühl von einem improvisierten Solotanz bewahren.

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Saidi, Oberägypten

Der Said ist der konservative südliche Teil Ägyptens, d.h. das Gebiet um Luxor, Qena und Assuit. Das Leben der Fellachin (Bauern) dort hat sich seit Jahrtausenden nur wenig und sehr langsam geändert. Auch die Tanztraditionen hier sind viel länger unberührt geblieben, als in den näher an Kairo gelegenen Regionen des Nil-Deltas. Wir werden zwei verschiedene Musik-Stile kennenlernen. Das erste Musikstil wird von Rababa gespielt, wie z.b. der berühmten Rababa Spieler Met'qal Qinawi von Theben. Der Rababa ist eine zweisaitige Spießgeige. Das zweite Musikstil wird von der Salameya --eine kleine endgeblasene Flöte wie der Nai -- gespielt. Der Tanz dazu ist ein körperzentrierter Hüfttanz, frei von den theatralischen Elementen, die der Raqs Sharqi -- den wir als Bauchtanz kennen -- später entwickelte. Das Kostüm dazu ist aus dem berühmten Assuit-Stoff gefertigt. Dieses netzartige Gewebe wird von Hand mit flachen Silberfäden in kunstvollen Mustern durchwirkt.

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Tänze der Khalegi Region
(Kuwait und Saudi Arabien)

Khalegi ist ein Tanz der Golfregion. Er zeichnet sich besonders dadurch aus, daß die Tänzerinnen ihre langen Gewänder in ihre Bewegungen mit einbeziehen. Die reich bestickten Kleider, Thob Nawal genannt, werden heute speziell für die Golfstaaten in Indien hergestellt. Der Stil des Tanzes ist sehr fein und anmutig. Das auffälligste Merkmal ist das rhythmischen Schleudern der Haare. Man vermutet den Ursprung dieser Bewegungen in alten Trancetänzen, wie z.b. dem Zar in Ägypten.

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Tänze des Balkans
(ehm. Jugoslawien und Bulgarien)

Die südslawischen Länder des Balkan, also Bulgarien, Mazedonien, Serbien, Montenegro, Bosnien, Kroatien und Slowenien, sind ein spannendes Gemisch von Völkern, Kulturen und Geschichte. Leider ist unsere Aufmerksamkeit in den letzten Jahren hauptsächlich wegen des Krieges auf sie gelenkt worden. Aber es gibt viele andere (und schönere) Gründe, sich mit dieser Region zu beschäftigen und besonders spannend sind die Musik- und Tanztraditionen. Nirgendwo sonst in Europa finden wir soviel traditionellen Reichtum, welcher archaische Elemente bewahrt hat, und den Einfluß von alpinen, mitteleuropäischen, mediterranen, byzantinischen und orientalischen (USA) Kulturen wiederspiegelt. In diesem Workshop lernen wir die verschiedenen ethnographischen Regionen des Balkan durch seinen Tänze kennen. Dieser Workshop kann einen Einblick in den verschiedenen ethnographischen Regionen bieten, oder auch einen vertieften Einblick in nur eine Region. Männer wie Frauen sind herzlich eingeladen.

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Lieder des Balkans
(Bulgarien und ehm. Jugoslawien)

Die südslawischen Länder des Balkan, also Bulgarien, Mazedonien, Serbien, Montenegro, Bosnien, Kroatien und Slowenien, sind ein spannendes Gemisch von Völkern, Kulturen und Geschichte. Leider ist unsere Aufmerksamkeit in den letzten Jahren hauptsächlich wegen des Krieges auf sie gelenkt worden. Aber es gibt viele andere (und schönere) Gründe, sich mit dieser Region zu beschäftigen und besonders spannend sind die Musik- und Tanztraditionen. Nirgendwo sonst in Europa finden wir soviel traditionellen Reichtum, welcher archaische Elemente bewahrt hat, und den Einfluß von alpinen, mitteleuropäischen, mediterranen, byzantinischen und orientalischen (u.a.) Kulturen wiederspiegelt. In diesem Workshop lernen wir die verschiedenen ethnographischen Regionen des Balkans durch seine mehrstimmigen Lieder kennen. Männer wie Frauen sind herzlich eingeladen.

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Čoček Roma Tänze aus Mazedonien

Der Čoček ist ein Tanz orientalischen Ursprungs, der als Reigen oder improvisierter Solotanz getanzt werden kann. Das Wort Čoček leitet sich von dem türkischen Köçek (Tanzknabe) ab. Čoček wird von Türken, Albanern und in erster Linie Roma in Mazedonien und Südserbien getanzt. Die Bewegungen sind klein, fein und verhalten, als ob Frau "innerhalb ihre Kleidung" tanzen wurde. Čoček -Musik zählt zu der Lebendigsten des Balkans, wie der Erfolg des Roma Musikers Ferus Mustafov oder der Sängerin Esma Redžepova in der Weltmusikszene beweist. Die Musik kann neben türkischen und balkanischen Wurzeln stark von Hindi-Filmmusik oder Mariachi Musik beeinflußt sein. Beliebte Instrumente heute sind Akkordeon, Saxophon, Klarinette oder gar eine ganze Blaskapelle, da die Blaskapelle nach dem ersten Weltkrieg in der Volksmusik populär wurde, aber auf eine sehr überraschende Art!

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Manea Roma Tänze aus Oltenien, Südrumänien

Die Nordgrenze für Tänze orientalischen Ursprungs in Europa scheint das Donaubecken zu sein. Der Tanz Manea wird von Roma in Oltenien und um Bukarest am nördlichen Rand des Donaubeckens getanzt. Früher unter Ceausescu durften Roma ihre eigenen traditionellen Tänze und Musik nicht öffentlich zeigen. Roma waren zwar sehr gefragt als Musiker in Ensembles und Restaurants, spielten aber immer rumänische Musik. Daher war Helene sehr angenehm überrascht diese Tanzform 1993 in Caracal auf einem Tanzfestival anzutreffen. Es wurde von Frauen sowie Männern getanzt, mit der typischen Feinheit, die das Tanzen der Roma im Balkan und in der Türkei kennzeichnet.

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Tanzzyklus aus Transsylvanien (Siebenbürgen), Nordrumänien
-- mit Kálmán Dreisziger

In der Renaissance eroberte eine neue, aufregende, hoch improvisierte Paartanzmode Europa. Der Adel tanzte sie, die Bürger ahmten sie nach und das Volk tanzte sie und füllte sie mit Leben. Breughel malte sie, Dürrer und deBry reproduzierten sie detailhaft und Prediger verteufelten sie. Wie ein Wunder haben diese Tänze in einer abseits liegenden Ecke von Europa bis heute überlebt. Rumänen, Ungarn und Roma in etwa 30 Dörfern um Cluj (Klausenburg) in Westtranssylvanien, bewahrten, polierten und verfeinerten diese Traditionen und wandelten sie in die komplizierten und elegantesten Paartänze. Wie die Rumänen und Ungarn, die in Transsylvanien leben, tanzen die Roma einen aufregenden Tanzzyklus mit Paartänzen und Männer-Schautänzen (mit Schuhplattler fern verwandt). Darüber hinaus haben die Roma zusätzlich einen schnellen improvisierten Solotanz Çingerica mit Fingerschnipsen und schneller Fußarbeit. Sowohl Helene als auch Kálmán haben die Möglichkeit gehabt, diese Tänze vor Ort zu erforschen und zu tanzen.

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Çiftetelli und Karşılama (mit Fingerzimbeln) aus der Türkei

In diesem Workshop lernen wir zu tanzen und Fingerzimbeln zu spielen auf der synkopieren Rhythmus Çiftetelli und der 9/8 Rhythmus Karşılama. Es werden Übungen zum Aufbau einen Improvisation sowohl für die Zimbel, als auch für das Tanzen ermittelt. Wir lernen dadurch zwei der gängigsten Solotanzstile der Türkei kennen. Dieser Workshop ist sowohl ein guter Einstieg für Fingerzimbel-Anfängerrinnen als auch gut für das Polieren und Vertiefen von Tänzerinnen mit Vorkenntnissen.

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Roman Tänze in 9/8 der Istanbuler Roma

Schon im Osmanischen Reich waren die Roma (Zigeuner) beliebte Unterhalter für das Volk und am Hof. Auch heute sind viele von Istanbuls berühmten Musikern Roma. Sie unterhalten in Restaurants, auf beliebten Plätzen wie Çiçek Pasajı, oder im Roma-Viertel Suluküle. Neben Çiftetelli (ein Tanz im synkopierten Achter -Rhythmus) sind die Roma Meister des Tanzes in 9/8, Karşılama oder auch Roman genannt. Im Gegensatz zu den Vorstellungen hierzulande wird Roman nicht mit wilden Hüpfern und Tamburinen getanzt, sondern mit exquisiten, feinen Bewegungen, die mit den verschieden Akzentuierungsmöglichkeiten des 9/8 Rhythmus spielen.

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Tänze des Osmanischen Reiches

Das osmanische Reich war im wahrsten Sinne des Wortes eine multikulturelle Gesellschaft. Um voller Staatsbürger zu sein, mußte man Muslim und nicht unbedingt Türke sein, aber auch viele religiöse Minderheiten gehörten zum Staat, wie Christen und Juden. Hauptstadt und Hof waren eine bunte Mischung aus Türken, Griechen, Slawen, Albanern, Armeniern, Roma, Kaukasiern usw. Die Musik des Hofes spiegelt diese Mischung wieder. Wir werden Çiftetelli, 9/8, der 10/8 Sama'i, und gar dem 7/8 Rhythmus erkunden. Wir werden die Kostüme, die typisch für Frauen am Hof und in den oberen Schichten der Gesellschaft im letzten Jahrhundert waren, näher kennenlernen. Dieser Workshop vermittelt eine Vorstellung davon, wie es am Hof im Istanbul des 19. Jahrhunderts hätte sein können.

Löffeltänze aus Selifke, Südwesttürkei

Die Südwest Türkei ist eine Region bekannt für ihre Löffeltänze Kaşık Oyunları. Besonderes berühmt sind die Löffeltänze aus dem Gebiet um Selifke am Mittelmeer. Der Tanz Türkmen Kızı erzählt von dem Arbeitsalltag einer türkischen Frau: Melken, Butter Zubereitung, Brotteig Kneten. Die Tänze Salama und Keklik (Rebhuhn) werden begleitet von der rhythmischen Unterstützung von vier Holzlöffel Kaşık, die während des Tanzens mit den Händen gespielt werden.

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Frauentänze aus Armenien

Die Frauentänze aus dem Kaukasus, manchmal traurig, manchmal feurig, sind immer lyrisch und drücken den selbstverständlichen Stolz der Frau aus. Sie werden mit königlicher Haltung gemischt mit scheuer Demut getanzt. Wunderbare Hand- und Armbewegungen verzieren diesen Tanz und unterstreichen seine Atmosphäre von Wehmut und Sehnsucht, während die Füße der Tänzerinnen kleine Trippelschritte unter ihren bodenlangen Röcken ausführen, wodurch die Illusion des Schwebens entsteht. Die armenischen Tänze sind sehr melancholisch und sehnsuchtsvoll, vielleicht die tragische Geschichte ihres Landes widerspiegelnd. Armenien war das erste christliche Land (314 n. Chr.) und erstreckte sich früher über einen großen Teil von Ostanatolien. Das heutige Armenien ist nur noch ein kleiner Teil des ursprünglichen Gebietes. In diesem Workshop lernen wir sowohl Gruppen- als auch Solotänze.

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Frauentänze aus Georgien

Die Tänze Georgiens spiegeln die feudale Geschichte und ritterliche Verhaltung ihrer Bevölkerung. Während die Männer außerordentlichen macho Tänze durchführen (auf den Knien springen, auf den Spitzen ihre Zehen tanzen, mit Messer werfen usw.), bewahren die Frauen eine königliche Ruhe, stolze Haltung und innerliche Würde. Unter ihren bodenlangen Röcken tanzen sie mit kleinen Trippelschritte, die der Illusion des Schwebens erwecken, während sie mit anmutigen Gesten den Armen bewegen.

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Tänze aus Aserbajdschan

Aserbajdschan war früher eine sowjetische Republik im Kaukasus: heute ist es ein eigenständiger Staat, der die Aufmerksamkeit der Welt auf sich zieht wegen seiner reichen Ölreserven. Eine große Zahl von Aserbajdschanern lebt auch im Nordwestiran, um die Stadt Täbris. Die Frauentänze aus dem Kaukasus sind durch schöne Hand- und Armbewegungen und oft durch kleine Trippelschritte, die unter einem bodenlangen Rock verborgen die Illusion des Schwebens erwecken, charakterisiert. Die Tänze -- manchmal traurig, manchmal feurig -- sind immer lyrisch und drücken den selbstverständlichen Stolz der Frau aus. Die Solo- und Gruppentänze der Frauen waren früher einfache Tänze, die auf Hochzeiten und anderen Festlichkeiten getanzt wurden. In der ehemaligen Sowjetunion wurden sie zu Bühnenkunsttänzen.

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Frauentänze des Kaukasus: Armenien, Aserbajdschan und/oder Georgien

Dieser Workshop vermittelt einen Überblick in den Tänzen der verschiedenen Völker im Kaukasus.

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Volkstänze des Irans

In diesem Workshop gewinnen wir einen Einblick in einige Volkstänze aus dem Iran, wie z.b.:

Gilaki: Gilan ist eine Region im Norden Irans am Südufer des Kaspischen Meers. Die kurz hinter der Küste hoch aufragenden Berge trennen diese subtropische Region von den trockenen Hochplateaus des iranischen Kernlandes ab. Wegen des reichlichen Niederschlags ist dies eine sumpfige Gegend, wo die Häuser auf Stelzen und die Straßen auf Deichen gebaut werden. Weizen -- und vor allem köstlicher Reis wird angebaut. Dies spielt im Tanz eine große Rolle: Aussäen, Ernte und Auslesen des Korns werden pantomimisch dargestellt.

Bandari: Das Volk am persischen Golf lebte ursprünglich von der Fischerei und Perlentauchen. Wegen ihrer geographischen Lage ist ihre Kultur, also auch Kostüme, Musik und Tanz von vielen Einflüsse geprägt: neben iranischen Elementen findet man arabischen, indischen und auch afrikanischen Elementen. Das Tanzen wird von dem Dudelsack und Händeklatschen begleitet.

Qashqa'i: Die Qashqa'i sind ein nomadische Turkvolk, die in der südiranische Provinz von Fars um die Stadt Shiraz wandern. Bekannt sind sie hierzulande wegen den, bei uns sehr beliebten, Gabeh-Teppiche, die sie weben. Die Frauen tragen unglaublich bunte Glitzer-Kleider, mit viele Röcke übereinander, auch im Alltag, also zum Ziegenherden und -melken, Kochen und Weben. Ihre Frauentänze Raqs-e Dastmal sind charakterisiert durch Wedeln von bunten Tüchern. Die Tanzmusik wird gespielt auf eine schrille doppelte Rohrblatt Instrument Sorna und eine kleine Doppelttrommel, der mit Stöcke geschlagen wird.

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Kereshme klassischer persischer Tanz
der Qajar-Dynastie

Diese Tänze gehören zu einem städtischen Genre, das Kereshme genannt wird. Kereshme oder auch Naz bedeutet soviel wie "Flirten" oder "Kokettieren" und ist vielleicht das wichtigste Merkmal für die städtischen Gesellschaftstänze Irans. Dabei kommen Mimik, Pantomime, exquisite Handbewegungen und runde Bewegungen der Hüften, Schultern und Arme zur Geltung. Dieser Workshop vermittelt die Atmosphäre der Unterhaltung am Hof dieser Zeit.

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Die Tänze Turkmenistans

Die Turkmenen sind ursprünglich ein nomadisches Volk, das durch die Gebiete Nordost Irans, Nordwest Afghanistans und der ehemaligen sowjetischen Republik Turkmenistans, gewandert war. Heute ist Turkmenistan, wie Tadjikistan auch, ein eigenständiger Staat. Wegen ihrer nomadischen Lebensart entwickelten die Turkmenen erst unter sowjetischer Kulturförderungspolitik eine eigenständige Bühnentanzkultur, die analog zu den anderen sowjetischen Tanztraditionen kreiert war.

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Usbekischer Tanz Ferghana Stil

Usbekistan ist eine frühere Sowjetrepublik, welche jetzt ein eigenständiger Staat geworden ist. Strategisch gelegen an der Seidenstraße, waren die Khanaten von Samarkand, Bokhara und Khiva, als Europa noch im "Dunkelheit" des Mittelalters lag, geistiges Zentrum der Welt. Avicenna, der Vater der modernen Medizin, kam aus Usbekistan. Der mathematische Begriff "Algorithmus" ist nach dem usbekischen Gelehrtem Al-Khorezmi (aus Khorezem) benannt.. Es gibt drei Hauptrichtungen von usbekischem Tanz. In diesem Workshop lernen wir den lyrischen Stil aus der östlich gelegene Ferghana-Tal. Wir lernen ein Tanz im Ferghana-Stil mit den typischen wirbelnden Drehungen, kunstvolle Handgesten und lieblichen Mimik. Wir werden auch die Kostümen, die aus den berühmten und kostbaren Khan-Atlas Seide (Ikat Weberei) angefertigt werden, kennenlernen.

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Usbekischer Tanz: Khoresmi Stil

Usbekistan ist eine frühere Sowjetrepublik, welche jetzt ein eigenständiger Staat geworden ist. Strategisch gelegen an der Seidenstraße, waren die Khanaten von Samarkand, Bokhara und Khiva, als Europa noch im "Dunkelheit" des Mittelalters lag, geistiges Zentrum der Welt. Avicenna, der Vater der modernen Medizin, kam aus Usbekistan. Es gibt drei Hauptrichtungen von usbekischem Tanz. In diesem Workshop lernen wir den lebendigen Tanz aus Khorezem, der Umgebung von Khiva südlich den Aralsee. Diese Region ist bekannt, unter anderem weil der usbekischen Gelehrter Al-Khorezmi (aus Khorezem), der den mathematischen Begriff "Algorithmus" sein Name gegeben hat, von hier stammt. Wir lernen den Tanz Lyazgi mit seinen charakteristischen flatternden Handbewegungen und Tanzfiguren, die an Tiere und Vögeln erinnern.

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Usbekischer Tanz: Bokhara Stil

Usbekistan ist eine frühere Sowjetrepublik, welche jetzt ein eigenständiger Staat geworden ist. Strategisch gelegen an der Seidenstraße, waren die Khanaten von Samarkand, Bokhara und Khiva, als Europa noch im "Dunkelheit" des Mittelalters lag, geistiges Zentrum der Welt. Avicenna, der Vater der modernen Medizin, kam aus Usbekistan. Es gibt drei Hauptrichtungen von usbekischem Tanz. In diesem Workshop lernen wir den dynamischen, dramatischen, herausfordernden Stil von den Höfen von Bokhara.

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Tänze aus Tadjikistan

Tadjikistan liegt in Mittelasien und war früher eine Sowjetrepublik. Jetzt ist es ein eigenständiger Staat, der an Afghanistan, China, Usbekistan und Kirghizistan grenzt. Obwohl die Tadjiken eine iranische Sprache sprechen, haben ihre Tänze viele Gemeinsamkeiten mit denen der benachbarten turksprachigen Usbeken. Die Tänze Mittelasiens sind voll ausdrucksvoller Mimik, expressiver Handgesten, lyrischer Bewegungen und schwindelerregender Drehungen. Die Kostüme -- ob aus Khan-Atlas-Seide (Ikat) oder reich mit Stickereien verziert -- spiegeln Mittelasiens wichtige Stellung an der ehemaligen Seidenstraße. Wir werden auch einen Tanz mit Holzlöffeln lernen. Die Teilnehmerinnen sollten nach Möglichkeit 4 russische bemalte Holzlöffeln mitbringen, falls vorhanden.

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Die Tänze der Seidenstraße

Dieser Workshop vermittelt einen Überblick der verschiedenen Tanzstile in Mittelasien: Iran, Turkmenistan, Usbekistan, Tadjikistan und Afghanistan.

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Afghanischer Tanz Logari

Während die Taliban regierte, durfte leider in Afghanistan niemand tanzen, weder Männer noch Frauen, weder in der Öffentlichkeit noch privat. Dies war nicht immer so. Frauen traten zwar in der Öffentlichkeit nicht auf, pflegten aber privat unter sich eine schöne Tanzkultur. Für die Augen der Männer traten Tanzknaben auf, sowohl in der Chaikhana (Teehaus), als auch auf Jahrmärkten und Hochzeiten. Sehr berühmt waren die Tänzer vom Logar-Tal südlich von Kabul. Diese Pashtu-Tänzer verstanden es auf dem 7/8 Rhythmus scheu und kokett zugleich zu tanzen und gekonnt während der dramatischen "Stops" in der Musik zu erstarren.

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Tänze der Sapera-Tänzerinnen, Rajastan

Rajastan, das "Land der Könige" in Nordindien ist eine Region von Ackerfeldern im Osten und der Wüste Thar im Westen. Volksmusiker, -tänzerinnen und -unterhalter leben hauptsächlich als Nomaden und Viehzüchter. Streng genommen sind die Langa, Manganizar, Dholie, Dhadir und Sapera nicht Zigeuner, aber sie haben ähnliche Lebensstile und Berufe; oft sind sie Musiker, Tänzer oder Viehzüchter, haben eine ähnliche gesellschaftliche Stellung wie die der Roma, Sinti oder Nawar und bewohnen die Urheimat der Zigeuner. Wir lernen einen Tanz der Sapera, einer Kaste, die eng mit Schlangenbeschwörern assoziiert wird. Dies spiegelt sich im Tanz, u.a. durch die Mudra (Handgeste) Sharpa Shisha (Schlangenkopf) wider. Wenn vorhanden können die Teilnehmerinnen Fußglocken Gungaroo mitbringen.

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Kathak, der klassische Tanz Nordindiens

(auch mit Live-Tabla-Begleitung möglich)
Kathak ist eine klassische, indische Tanzform, die als Unterhaltungstanz an den Höfen der Mogul-Dynastien in Nordindien entstanden ist. Ein besonderer Reiz dieses Tanzes besteht in der Verschmelzung hinduistischer und islamischer Elemente. Der Kathak hat seinen Ursprung in den Darbietungen umherziehender Barden, den sogenannten Kathakas, was in der Übersetzung "Geschichtenerzähler" bedeutet. An den Höfen wurde diese Kunst der Kathakas gefördert und verfeinert. So zeichnet sich der Tanz durch pantomimische Elemente, virtuose Drehungen, schöne Mimik und überaus schnelle, rhythmische Fußarbeit aus. Wenn vorhanden können die TeilnehmerInnen Fußglocken Gungaroo mitbringen. Kathak wird sowohl von Frauen als auch Männern getanzt.

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Unregelmäßige Rhythmen im Tanz im Balkan und Orient -- mit Bruno Aßenmacher, Percussionist

Dieser Workshop vermittelt die spannende Welt von unregelmäßigen Rhythmen: 5/8, 7/8, 9/8, 10/8 und 11/8. Was das bedeutet, und wie man damit umgeht in der Rhythmik, sowie im Tanz wird von Helene und Bruno an Hand von spannenden Übungen und Musik und Tanz aus Mazedonien, Bulgarien, der Türkei, Iran, Tadjikistan, Afghanistan und Indien vermittelt.

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Kabyle Berbers of Algeria

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Andalusian

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Rhythms: Explore 9/8s and/or other rhythms

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